Gibt es für Opel noch Hoffnung
Die Staatshilfen in Form von Bürgschaften wurden abgelehnt. Bekannt gegeben hat dies heute Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle. Damit droht ein neuerlicher Koalitionsstreit, denn Kanzlerin Merkel sieht dass für Opel damit noch nicht alles verloren ist. Dabei räumt sie offen Differenzen mit dem Bundeswirtschaftsminister ein. Denn Opel kann durchaus noch auf staatliche Hilfen hoffen. Morgen will Merkel mit den vier Ministerpräsidenten der Bundesländer beraten, in denen es Opel-Standorte gibt. Merkel selbst will sich dafür einsetzen werde, dass die Mitarbeiter von Opel die Unterstützung bekommen, die sie verdienen, weil sie selbst auch bereit sind auf Lohn zu verzichten. Dazu die 1,1 Milliarden Euro aus dem Deutschlandfonds, die GM beantragt hatte, hätten die Zukunft von Opel gesichert. Viele, auch der Bundeswirtschaftsminister, sehen allerdings GM in der Pflicht Opel zu helfen und die Finanzierung zu übernehmen. Viele sind der Meinung, dass auch wenn GM ein Festgeldkonto hätte, dieses nicht plündern würde, um Opel zu retten. Zur Zeit steht hinter der Zukunft von Opel also wieder ein großes Fragezeichen. Auch Opel-Betriebsratschef Klaus Franz hat sich wieder zu Wort gemeldet und kritisiert ganz offen Bundeswirtschaftsminister Brüderle. Dieser lassen die Opealer regelrecht “im Regen stehen”.
Wie es weiter gehen wird mit Opel wird sich wohl morgen entscheiden. Der morgige Donnerstag könnte also zum Schicksalstag für Opel werden. Allerdings wollen Bundeskanzlerin Merkel und die Ministerpräsidenten der vier Bundesländer mit Opel-Standorten – das sind Hessen, Rheinland-Pfalz, sowie Thüringen und Nordrhein-Westfalen – nur beraten. Kurt Beck, der rheinland-pfälzische Ministerpräsident, geht allerdings davon aus, dass Merkel konkrete Zusagen machen wird. Allerdings hat man sich bei Opel auch schon nach Alternativen umgesehen. Eine könnte die Europäische Investitionsbank sein. Diese Hilfen könnte Opel zumindest langfristig für die Entwicklung von neuen Technologien einsetzen. Dennoch hofft man immer noch von Seiten Opel auf Hilfen aus dem Deutschlandfonds. Eines der Argumente für die Ablehnung jedoch lautete dahingehend, dass Opel kein direktes Opfer der Wirtschaftskrise gewesen sei.